Provinzoberinnenkongress der Kreuzschwestern im Mutterhaus in Ingenbohl

„Führen in Veränderungsprozessen“

Unter diesem Thema steht der Provinzoberinnenkongress der Kreuzschwestern, der vom 26.08. – 06.09. im Mutterhaus in Ingenbohl stattfindet.
Sr. Gabriele und Sr. Magdalena haben sich am 26.08. auch auf den Weg dorthin gemacht.
„Es ist immer wieder ein Geschenk, den Mitschwestern aus den Provinzen und Vikariaten zu begegnen, die Wiedersehensfreude ist den Gesichtern abzulesen.“

Aktuelles ist auf dieser Homepage zu finden:
www.scsc-ingenbohl.org/provinzoberinnen-kongress-in-ingenbohl/

Vernissage mit Heinz Fischer

Bei der Eröffnung einer Ausstellung im „Institut für angewandte Systemanalyse“ in Laxenburg kam es nicht nur zu einer Begegnung zwischen Sr. Suryan Maprany und Oberin Eva Maria Ledwinka, sondern auch noch zwischen dem ehemaligen Bundespräsidenten Heinz Fischer und den beiden Kreuzschwestern.

NÖN Mödlinger vom 24.08.2016 | Druckauflage: 5384
Suchbegriff: Kreuzschwestern

 

Therapie für Menschen mit Alkoholabhängigkeit – die ANTABUS-AMBULANZ

Alkoholabhängige Patienten mit ernsthaftem Wunsch nach Abstinenz erleiden trotz intensiver Bemühungen oft schwere Rückschläge. Für sie bietet das Klinikum Wels-Grieskirchen seit 2015 ein zusätzliches Behandlungsangebot – die Antabus-Ambulanz.

Durch den Wirkstoff Disulfiram greift das Medikament Antabus in den Leberstoffwechsel ein und der Alkohol kann nur mehr bis zum toxischen Zwischenprodukt „Acetaldehyd“ abgebaut werden. Die Nebenwirkungen bei gleichzeitigem Alkoholkonsum zur Gabe von Antabus wären fatal – dazu zählen etwa starke Übelkeit, Atemnot, Herzrasen und pochende Kopfschmerzen. Das Wissen der Therapieteilnehmer über die Reaktion des Körpers stärkt ihr Durchhaltevermögen enorm.

Spezielle Eignung ist Voraussetzung
„Das Programm eignet sich für Patienten mit langjähriger Alkohol-Abhängigkeit, die motiviert sind, abstinent zu bleiben“, erklärt Volker Chmel-Gregora, Gründer der Antabus-Ambulanz. „Vorab muss getestet werden, ob sich die Teilnehmer körperlich für die Gabe von Disulfiram eignen.“ Neben der Verträglichkeit des Wirkstoffes müssen infrage kommende Betroffene unbedingt ein negatives Drogenscreening sowie eine persönliche Achtsamkeit auf Gesundheit und Bündnisfähigkeit vorweisen können.

Zusätzlicher Schwerpunkt bei Alkoholabhängigkeit
An der Abteilung für Psychiatrie am Klinikum Wels-Grieskirchen gibt es ein umfassendes Behandlungsangebot für Alkoholabhängige. Mit der Etablierung der Antabus-Ambulanz wurde ein zusätzlicher Schwerpunkt geschaffen. Die Therapie verläuft in vier Behandlungsphasen, stationär und ambulant, über zwei Jahre. Studien zeigen, dass nach zwei Jahren ca. 30 Prozent der schwerst abhängigen Patienten im Programm bleiben. „Manche Patienten würden ohne die Gabe von Disulfiram die Abstinenz nicht aufrechterhalten können – sie machen vermehrt körperliche Entgiftungen durch, was sowohl für den eigenen Körper als auch das nahe soziale Umfeld sehr belastend ist“, erklärt Chmel-Gregora. Umso frustrierender, wenn der erhoffte Erfolg dann ausbleibt und Betroffene wieder rückfällig werden!

„Das Programm eignet sich für Patienten mit langjähriger Alkohol-Abhängigkeit, die motiviert sind, abstinent zu bleiben.“
„Vorab muss getestet werden, ob sich die Teilnehmer körperlich für die Gabe von Disulfiram eignen.“
„Manche Patienten würden ohne die Gabe von Disulfiram die Abstinenz nicht aufrechterhalten können – sie machen vermehrt körperliche Entgiftungen durch, was sowohl für den eigenen Körper als auch das nahe soziale Umfeld sehr belastend ist.“


Die vier Behandlungsphasen des Programms:

1) Stationärer Aufenthalt – die körperliche Entgiftung
Nach Abklingen des körperlichen Entzugs („Entgiftung“), der in der Regel fünf bis sieben Tage dauert, werden die Patienten bei einem weiteren stationären Aufenthalt ausführlich über Möglichkeiten, Wirkungen, Nebenwirkungen und Risiken des Medikaments aufgeklärt und es werden die körperlichen Voraussetzungen für die Disulfiram-Etablierung überprüft. Patienten, die sich für die Teilnahme an der Antabus-Therapie entscheiden werden auf Antabus eingestellt, bei guter Verträglichkeit wird eine fixe Dosis von 400 mg etabliert und die Patienten werden entlassen.

2) Ambulanzphase – die psychische Entgiftung (2 Monate)
In der Ambulanzphase kommen die Patienten drei Mal in der Woche an die Abteilung und nehmen dort 400 mg Disulfiram unter Aufsicht ein. Dies ist bereits ab 7 Uhr möglich, sodass das Programm auch für Berufstätige nutzbar ist.

3) Gruppenphase I (Dauer: 1 Jahr)
In der Gruppenphase I nehmen Patienten einmal wöchentlich an der Antabus-Gruppe teil – jeweils montags von 18 bis 19 Uhr. Diese Gruppentherapie wird multiprofessionell durch Ärzte, Psychologen, Pflegekräften, Musiktherapeuten und Sozialarbeitern geleitet. Dabei nehmen die Patienten weiterhin 400 mg Disulfiram ein, die restliche Wochendosis (2 mal 400mg) bekommen sie aber bereits mit nach Hause.

4) Gruppenphase II (Dauer: 1 Jahr)
Im Laufe der Gruppenphase II soll versucht werden, die Antabus Behandlung zu beenden. Um die Rückfallgefahr zu verringern sollen die Patienten weiterhin einmal wöchentlich die Antabus-Gruppe besuchen. Danach ist die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe empfehlenswert.


Aktueller Stand

Seit Juli 2015 wurden bisher insgesamt 23 Patienten an der Antabus-Ambulanz am Klinikum Wels-Grieskirchen behandelt – es handelt sich dabei um schwerst abhängige Menschen, die bereits seit vielen Jahren oder Jahrzehnten alkoholkrank sind. Aktuell sind 15 Patienten in Betreuung, davon fünf noch in der Ambulanz-Phase, zehn in der Gruppenphase, wobei bereits sieben der Patienten seit 2015 abstinent sind. Die Nachfrage nach der Antabus-Gruppe ist groß.

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Laborqualität bestätigt

Am Klinikum Wels-Grieskirchen wird die Patientensicherheit durch umfassendes Qualitätsmanagement sichergestellt. Das Institut für Medizinische und Chemische Labordiagnostik hat das Qualitätsmanagementsystem eingeführt und wurde als eines der ersten Einrichtungen Österreichs nach den neuen Vorgaben zertifiziert.

Bezirksrundschau Wels vom 18.08.2016 | Druckauflage: 49543
Suchbegriff: Klinikum Kreuzschwestern Wels

Qualität in Labordiagnostik geprüft und zertifiziert

Am Klinikum Wels-Grieskirchen wird die Patientensicherheit durch ein umfassendes Qualitätsmanagement sichergestellt. Validierte Prozesse und externe Zertifizierungen bestätigen die hohen Qualitätsstandards. Nach Prüfung der Qualitätskriterien und sorgfältigem Audit wurde nun das Institut für Medizinische und Chemische Labordiagnostik von der Österreichischen Zertifizierungsstelle der TÜV SÜD Landesgesellschaft Österreich erfolgreich nach den Forderungen der ISO 9001 : 2015 zertifiziert.

Das Institut für Medizinische und Chemische Labordiagnostik hat das umfassende Qualitätsmanagementsystem an beiden Standorten, Wels und Grieskirchen, eingeführt. Somit ist das Institut österreichweit eine der ersten Einrichtung, welche nach diesen neuen Vorgaben zertifiziert wurde. Alexander Haushofer, Leiter des Instituts für Medizinische und Chemische Labordiagnostik am Klinikum Wels-Grieskirchen, ist stolz darauf: „Wir haben in all unseren Bereichen einheitliche Standards festgelegt: Qualität wird dokumentiert und Prozesse werden definiert. Potenzielle Fehlerquellen werden analysiert, um entsprechende Maßnahmen daraus ableiten zu können“, zieht er Resümee.

Patientensicherheit im Fokus
„Qualitätssicherung ist im Klinikum eine wichtige Schnittstelle zwischen medizinisch-pflegerischen Spitzenleistungen und umfassender Patientenbetreuung“, betont Dietbert Timmerer, Geschäftsführer des Klinikum Wels-Grieskirchen. „Darum entwickeln wir unsere Qualitätsstandards auf hohem Niveau und mit höchsten Ansprüchen laufend weiter. Die jüngste Zertifizierung im Bereich der Labordiagnostik bedeutet für den Patienten vor allem gesicherte, standardisierte Befunde voller Transparenz und Nachvollziehbarkeit.“

Qualitätsmanagement als Aufgabe jedes einzelnen Mitarbeiters
Die Vorbereitungen für die Zertifizierung im Labor haben über ein Jahr in Anspruch genommen und wurden von den Mitarbeitern gemeinsam mit externen Experten für Qualitätsmanagement durchgeführt. „Die Zertifizierung bringt auch intern viele Vorteile mit sich – sie bestätigt uns, dass unsere Prozesse einheitlich und kontrolliert ablaufen und dass wir durch kontinuierliche interne Audits proaktiv handeln. Dazu muss bei allen Fachkräften ein einheitliches Verständnis aufgebaut werden. Unser neu strukturiertes Qualitätsmanagement erstreckt sich über sämtliche Leistungen und Ressourcen“,  erklärt Haushofer.

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