Feierlicher Abschied am Institut St. Josef in Feldkirch

Im Sommer wurden die letzten drei noch im Institut St. Josef wohnenden Kreuzschwestern feierlich verabschiedet. Neben der Provinzoberin der Kreuzschwestern Europa Mitte waren auch Vertreter des Vorstands des Schulträgervereins, der Geschäftsführer sowie etwa 200 SchülerInnen und Lehrpersonen anwesend.

Das Wirken der Kreuzschwestern an den Schulen des Instituts St. Josef und besonders der drei scheidenden Schwestern Notburgis, Matthäa und Aurelia wurde mit einem sehr persönlich gehaltenen Festgottesdienst des Bischofs und des Generalvikars gewürdigt. Für das musikalische Rahmenprogramm sorgten unter anderem die SchülerInnen von BAfEP und Neuer Mittelschule. Die Direktion, Fachvorständin und Küchenleitung der Wirtschaftsschulen freuten sich, die Zelebranten, die Provinzoberin, die Schwestern, den Vorstand und die Geschäftsleitung zu einem gemeinsamen Essen einladen zu dürfen.

Bei der offiziellen Verabschiedung durch den Vorstand erhielten die Schwestern dann noch ein besonderes Geschenk: Ein gerahmtes Bild vom ursprünglichen Institut St. Josef, wie es vor über 100 Jahren errichtet wurde, soll sie stets an ihre Zeit am Institut erinnern.

Das Institut St. Josef ist ein Schulzentrum der Kreuzschwestern mit Neuer Mittelschule, Höherer Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe und Bildungsanstalt für Elementarpädagogik am Ardetzenberg in Feldkirch (Vorarlberg).

Klosterbergfest bei den Kreuzschwestern in Gemünden (D)

Zum zweiten Mal luden die Kreuzschwestern im bayerischen Gemünden zum Klosterbergfest und durften sich über mehr als 2.000 BesucherInnen freuen. Das Konzept der Veranstaltung als Mischung von Ehemaligentreffen der dort ansässigen pädagogischen Einrichtungen, Tag der offenen Tür und kulinarischem Festtag war auch dieses Mal ein voller Erfolg.

An einem Sommersonntag wie aus dem Bilderbuch verwandelte sich der sonst sehr ruhige Klostergarten fast schon in einen Wein- und Biergarten. Die BesucherInnen aus der Region genossen es, ins Gespräch zu kommen und sich von der Klosterküche verwöhnen zu lassen. Sehr gefragt waren auch die Führungen durch die sozialpädagogischen Einrichtungen, wie Kinder- und Jugendhort, Heilpädagogische Tagesstätte und Tagesheim, sowie die Räume der Theodosius-Florentini-Schule mit dem Gymnasium und der Realschule. Eine Bilderausstellung, eine Weinführung und ein Klosterbasar mit Flohmarkt standen ebenso auf dem Programm wie vielfältige Aktionen für Kinder. Die Ausstellung „Zeitschichten“ mit Werken der Künstlerin Brigitte Heck und die Präsentation „Aktionen und Events“ der Kita vertraten die bildende Kunst.

Übereinstimmend äußerten sich einheimische wie auswärtige Besucher sehr positiv über das Ergebnis der in den vergangenen Jahren erfolgten Renovierung des Klostergebäudes und die damit einhergehende Neuausrichtung der Einrichtungen. Hausoberin Schwester Hildburg Baumgartner erklärte die Einzelheiten bei ihren Führungen. Für Unterhaltung sorgten unter anderem die „Mittagsgesänge“ des Schulchors, Sportvorführungen der Wahlfachgruppe sowie die mit viel Beifall bedachte Tanzeinlage der Kindergarde Rieneck zum Thema „1001 Nacht“. Die spirituelle Orgelmusik von Schwester Assumpta setzte am Abend in der Klosterkirche den ruhigen Schlusspunkt unter das erlebnisreiche Sommerfest.
Eröffnet wurde der Festtag mit einem Gottesdienst mit rund 200 Gläubigen. In seiner Predigt wies Domkapitular Clemens Bieber auf die Bedeutung der Pädagogik hin. Auch er sei ein Lausbub gewesen, meinte der Vorsitzende des Caritasverbandes für die Diözese Würzburg und Bundesvorsitzende des Verbandes Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder. Gerade in diesen jungen Jahren komme es darauf an, Menschen zu finden, die einen mit Liebe wegweisend aufbauten. Das werde im Kreuzkloster und seinen sozialen Einrichtungen vorbildlich gelehrt und praktiziert.

Klinikum-Arzt begleitet Extremsportler

Ganze zwei Wochen seines Urlaubs investierte Florian Wimmer, Anästhesist und Intensivmediziner am Klinikum Wels-Grieskirchen, diesen Sommer, um Ultraradsportler Christoph Strasser quer durch Amerika medizinisch zu begleiten. Eine grenzwertige Erfahrung – im wahrsten Sinne des Wortes.

Bereits zum vierten Mal fährt der Steirer Christoph Strasser als eindeutiger Sieger des Race Across America der Konkurrenz auf und davon. „Er hat 2017 wiederum mit Abstand gewonnen – seinen Erfolg möchte ich mir aber mit Sicherheit nicht auf meine Fahnen heften“, gibt sich Florian Wimmer als Strassers medizinischer Betreuer bescheiden. „Er ist vielmehr ‚eine andere Liga‘, deutlich professioneller und mit seinen 33 Jahren vor allem auch jünger als andere Ultraradsportler.“ Denn normalerweise ist diese Form des Extremsports erst ab einem Alter von 40 Jahren möglich. „Die Vorbereitung auf so ein Rennen dauert eigentlich mehrere Jahre“, erklärt der Arzt, der selbst jedes Jahr mindestens 5000 Kilometer per Rad zurücklegt und im Winter gerne Skitouren unternimmt. „Am Anfang des Ultraradsports stehen 12 Stunden-, später 24-Stunden-Rennen, dann Rennen über mehrere Tage. Aber solche Anstrengungen kann man körperlich nur schwer trainieren, die mentale Komponente wird dann immer wichtiger.“

Die medizinische Betreuung war Wimmers Hauptaufgabe während des Race Across America. 2015 kam beim Radrennen quer durch Amerika das Aus für Strasser aufgrund pulmonaler Probleme. „Wenn bis zu 30 Liter in 24 Stunden getrunken werden, fängt der Körper an Wasser einzulagern“, so der Notfallmediziner. „Deshalb ist zum Teil eine Flüssigkeitsrestriktion notwendig.“ Nicht nur hinsichtlich der Flüssigkeitszufuhr ähnelt die Betreuung eines Ultraradfahrers der eines Patienten auf der Intensivstation. „Bei Temperaturen bis 45 Grad ist die Belastung der Atemwege auch nicht zu unterschätzen. Auch andere gesundheitliche Probleme können auftreten: „Diese reichen von Hautproblemen am Gesäß, aber auch im Gesicht durch die Sonneneinstrahlung bis hin zu Gefühlsstörungen an Händen und Füßen sowie Problemen mit der Feinmotorik, die man aber weniger medizinisch als physiotherapeutisch beeinflussen kann.“

Mit nur einer Stunde Schlaf am Tag hat sich Extremradler Christoph Strasser während des Rennens begnügt. „Den ersten Powernap von 17 Minuten hat er sich nach ca. 30 Stunden im Einsatz gegönnt, die erste längere Schlafpause dann nach 40 Stunden.“ Wimmer begleitet ihn in der Tagschicht, die zwischen zwei und vier Uhr früh beginnt. Vom Pacecar aus versorgt er den Sportler mit Trinknahrung und Elektrolyttabletten. Alle 30 Stunden kontrolliert der gebürtige Tiroler Strassers Gewicht und Blutbild. In 24 Stunden trinkt Strasser zehn bis 22 Liter und nimmt 8.000 bis 11.000 Kalorien zu sich. „Bereits drei Tage vor dem Rennen muss er sich auf die Flüssignahrung umstellen“, erklärt Wimmer. „Nach drei bis vier Tagen brauchen viele Teilnehmer irgendeine feste Nahrung zum Kauen – Strasser schafft das auch ohne!“ Strassers Kondition und mentale Stärke zeigen sich auch nach seinem Sieg um zwei Uhr in der Früh: „Er war zwar müde, aber nach nur ca. viereinhalb Stunden Schlaf war er am nächsten Tag schon wieder recht fit“, staunt Wimmer.

Auch Mediziner müssen zeitweilen mit wenig Schlaf auskommen: Doch der zweifache Familienvater weiß sein Leben als Arzt sehr zu schätzen. „Nach einem vierjährigen Ausflug in die Privatwirtschaft freue ich mich, nun seit beinahe zehn Jahren für unser Schwerpunktkrankenhaus tätig zu sein.“ Warum er sich für sein Fach entschieden hat? „Die Anästhesiologie und Intensivmedizin deckt ein sehr breites Feld ab, vom OP über den Intensivbereich bis hin zur präklinischen Notfallmedizin. Nirgends ist es spannender, oft geht es in Sekunden um Leben und Tod.“ Wovor er Angst hat? „Angst nicht – großen Respekt habe ich vor Kindernotfällen, die kommen aber Gott sei Dank selten vor. Schwer ist hier vor allem die emotionale Komponente. In der Regel haben wir es mit internistischen Notfällen bei Erwachsenen zu tun.“