Ein wichtiges Anliegen der Provinzleitung ist es, von Zeit zu Zeit die Schwestern in ihrem jeweiligen Lebensumfeld zu besuchen. Als zuständige Rätin für die Region nahm Sr. Fancesca Fritz sich für ihre Fahrt nach Ungarn vor, in erster Linie jene Schwestern zu besuchen, die aufgrund der weiten Entfernungen von der PL der Provinz Europa Mitte noch nicht besucht werden konnten.
Die Besuche waren von großer Spannung und Freude auf beiden Seiten geprägt. Eine Schwester erzählte, dass sie in der Nacht vor dem angekündigten Besuch vor Freude und Aufregung nicht mehr schlafen konnte.
Schwester Fancesca Fritz und Sr. Gabriella Légrádi, die zum Dolmetschen mitfuhr, wussten auch nicht, was sie erwartete. Die Schwestern haben zum Großteil schon ein hohes Alter, sie leben teilweise allein oder mit Verwandten. Manche versorgen sich noch selber und teilweise betreuen sie Geschwister, die pflegebedürftig sind. Ihr Leben ist ziemlich mühsam und doch spürten die beiden Besucherinnen eine tiefe Zufriedenheit, Freude und Glück.
In jungen Jahren sind die Schwestern in Zsámbék eingetreten, haben dort Profess und eine Berufsausbildung gemacht. Die meisten waren Lehrerinnen. In der Zeit des Kommunismus war eine Unterrichtstätigkeit und ein Leben in einer Ordensgemeinschaft nicht mehr möglich, sie mussten zurück in ihre Familien - so weit es jemand gab oder waren auf sich allein gestellt. In der Folgezeit haben die meisten im Untergrund gelebt und gearbeitet.
Nach der Wende ist ein Teil der Schwestern in das neu gebaute Provinzhaus in Pilisborosjenö zurückgekehrt. Ein Teil blieb aber im vertrauten Umfeld - allein oder bei ihrer Familie. Pflegebedürftige Schwestern kamen in Altersheime.
Beim Besuch haben sie viel erzählt. Fast alle hatten ein hartes Leben und doch war sehr viel Zufriedenheit und Dankbarkeit zu spüren.
Zwei Schwestern, die es durchaus nicht leicht hatten in ihrem Leben, betonten unabhängig voneinander: Gott hat mich auf Händen getragen.

Obwohl die Sprache eine Barriere bildet - im Gebet und in Gedanken sind wir den ungarischen Mitschwestern herzlich verbunden - dazu will auch die Auswahl der Bilder helfen.

 

Sr. Alojzia aus Érd mit Sr. Francesca 
Sr. Alojzia aus Érd mit Sr. Francesca

Sr. Antonia aus Hévíz 
Sr. Antonia aus Hévíz

 Sr. Lénárda aus Letenye und Sr. Gabriella Sr. Lénárda aus Letenye und Sr. Gabriella

 Sr. Nikodéma aus Szombathely Sr. Nikodéma aus Szombathely
 Sr. Ulrika und Sr. Gabriella in Pilisborosjenő Sr. Ulrika und Sr. Gabriella in Pilisborosjenő

 Sr.Engrácia aus Budapest, Krisztina Sr.Engrácia aus Budapest, Krisztina
 Sr. Doloróza aus Budapest, Krisztina Sr. Doloróza aus Budapest, Krisztina

 Sr. Mariella aus Budapest, Krisztina Sr. Mariella aus Budapest, Krisztina
 Sr. Klarissza aus Szeged Sr. Klarissza aus Szeged


 in diesem Háuschen wohnt Sr. Klarissza Klariin diesem Háuschen wohnt Sr. Klarissza
 Sr. Marietta aus Szeged Sr. Marietta aus Szeged

 Sr. Melinda aus Dombóvár Sr. Melinda aus Dombóvár