Die Kreuzschwestern gehören zum III. Orden des
hl. Franziskus, darum sehen sie in der hl. Elisabeth ihre Patronin und ein wichtiges Vorbild.

Elisabeth von Thüringen - ihre Biographie ist so bekannt, dass die Frage nach der "Botschaft" ihres Lebens nur selten gestellt wird.

Elisabeth - ein Vorbild für unser Leben, unsere diakonische und karitative Arbeit, unseren Glauben!

Sie hat im hilfsbedürftigen Nächsten Christus erkannt - dieses Erkennen hat sehr wohl etwas mit Fragen nach dem Warum, der Motivation und der Intensität von Pflege kranker Menschen zu tun.

Dem mittelalterlichen Menschen ging es beim Helfen nicht primär um den Nächsten, sondern um das eigene Konto guter Taten im Himmel. Elisabeth von Thüringen rückte aber den notleidenden Mitmenschen in den Mittelpunkt  - in unserem karitativen Handeln soll es gemäß dem Vorbild Elisabeths stets ausschließlich um den konkreten Menschen gehen.

"Ich habe es euch immer gesagt, wir müssen die Menschen froh machen."


Dieser Ausspruch der Heiligen zeigt, dass sie aber mehr wollte, als nur die ärgste Not zu lindern.

hl. Elisabeth

 In einer Schilderung aus den Lebensbeschreibungen heißt es, dass die junge Fürstin an ihrer Tafel nur noch solche Speisen und Getränke zu sich nehmen wollte, die gerecht erworben worden waren. Erzwungenes oder zu schlechten Preisen eingehandeltes Gut wollte und konnte sie nicht genießen. Da kann Elisabeth uns sehr wohl ein Vorbild sein, von dem wir uns inspirieren lassen können für eigenes, gerechteres Handeln.

Auch für das Thema "Gerechtigkeit" und die Schlagworte "Arm" und "Reich" können aus der Biographie Elisabeths Anregungen gewonnen werden.
An ihr kann man erkennen, was auch ein Einzelner tun kann, um die Welt, in der wir leben, ein wenig erträglicher zu machen für die, denen sie unerträglich ist. Sie will zu keinem Zeitpunkt die Grundlagen der Gesellschaftsordnung ihrer Zeit umstürzen, sie will helfen, deren schlimmste Auswirkungen zu lindern.

Elisabeth zeigt uns auch, dass wir in Trauer und in persönlichem Leid unsere Zuversicht nicht verlieren müssen. Sie lachte und weinte gleichzeitig, sie riss die Menschen mit ihrer Fröhlichkeit mit und konnte doch auch bitterlich weinen. Sie ertrug ohne bloß zu dulden, sie war demütig ohne klein zu sein.

Allen, die Elisabeth heißen, möchten wir herzlich zum Namenstag gratulieren.