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Als Bedürfnis der Zeit haben Akademie für Gesundheit
und Bildung, Klinikum Wels-Grieskirchen und Alten- und
Pflegeheim Rudigier schon lange die Bedeutung von
Palliative Care erkannt. Neben strukturellen
Rahmenbedingungen ist die Entwicklung des
Mitarbeiterpotenzials eine wesentliche Komponente, dass
Patienten und Bewohner sowie ihre Angehörigen die
jeweils entsprechende Begleitung erfahren können.
Nach zwei internen Kursen als Vorläufer bietet
die Akademie der Kreuzschwestern bereits zum dritten
Mal eine Interprofessionelle Weiterbildung zu diesem
Thema an. Am 20.11.09 erhielten die Absolventen des 2.
Kurses ihre Zertifikate, zeitgleich startete der
Nachfolger-Kurs.
Bei der "Welser Palliativ-Konferenz" als
Abschlussveranstaltung konnten zahlreiche Ehrengäste
und Führungskräfte begrüßt werden. Den Hauptteil des
Programms gestalteten die Teilnehmer selbst, indem sie
ihre beachtenswerten Abschlussarbeiten präsentierten.
Der Themenbogen reichte von den spirituellen
Bedürfnissen Sterbender, der Realisierung des
palliativen Gedankens auf einer Intensivstation,
über die besonderen Bedürfnissen von trauernden Kindern
bis zum Erfahrungsbericht nach sechs Monaten seit
Eröffnung der Palliativstation am Klinikum
Wels-Grieskirchen.
Unter den 25 Teilnehmern des neuen Kurses, der bis
November 2010 dauern wird, sind neben
Klinikum-Mitarbeitern wieder Pflegepersonen des APH
Rudigier, sowie Mitarbeiter anderer Krankenhäuser und
Pflegeheime vertreten.
Pia M. Speckmayer-Hofmann
einige Gedanken und Zitate aus den Grußworten der PA
Sr. Gabriele Schachinger:
Die Angst des Menschen vor dem Tod offenbart seine
"religiöse Lebensnot". In unserer immer perfekter
durchtechnisierten und organisierten Welt ist das
Sterben ein zwar bedauerlicher, doch leider
unvermeidbarer Betriebsunfall geworden. Weil der Tod
keinen Sinn mehr hat, gehört er in den Bereich des
Absurden. Doch "Todesvergessenheit gebiert
Daseinsvergessenheit" sagt Boros.
So bin ich froh und dankbar, dass wir Kreuzschwestern
dem ein Zeichen entgegen setzen konnten und im Mai
dieses Jahres endlich eine Palliativstation eröffnen
konnten, wo Menschen in ihrer letzten Lebensphase eine
gute, menschenwürdige, ganzheitliche Pflege und
Begleitung erfahren dürfen. Es gehört unweigerlich zu
unserem Ordensauftrag, uns um die Menschen zu kümmern,
die es selber nur mehr schwer oder nicht mehr tun
können.
"Wie Menschen versterben, bleibt als wichtige
Erinnerung für diejenigen, die weiterleben." (Cicely
Saunders)
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