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Geschwisterlichkeit zu schaffen, das ist der
leidenschaftliche Appell, der von seinem Leben
ausgeht.
Nicht nur die Menschen, auch die Dinge gewinnen für
Franziskus Gestalt und Antlitz, die transparent werden
auf ihren Schöpfer hin. Alles Geschaffene erlebt er in
Kommunikation, die beseelt ist von der Wirklichkeit
Gottes. So werden ihm die Elemente, die Gestirne und
selbst der Tod zu Schwester und Bruder.
In Franziskus selbst aber wird der Gekreuzigte
transparent, dessen Blick ihn in San Damiano getroffen
und nie mehr losgelassen hat. Auf dem Berg La Verna
vollendet sich diese Transparenz, indem die Wundmale
Jesu an Franziskus sichtbar werden.
"Er hat einen Weg durch die Jahrhunderte gezeigt
und eröffnet, auf dem viele Menschen die Nachfolge des
Herrn in immer neuen Wagnissen versuchen, jeder auf
seine Art und im Kontext seiner je verschiedenen Zeit,
aber in der gleichen Zielrichtung einer evangelischen
Perspektive." (C. Pohlmann)
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