
Auszüge aus der
franziskanischen Regel und den Konstitutionen, den Richtlinien
für unser Leben
Das Urbild jeder
Gemeinschaft ist der dreifaltige Gott. Christus kam, um uns
Menschen an seiner Einheit mit dem Vater im Heiligen Geist
teilnehmen zu lassen. (Konst. 50)
Die Brüder und Schwestern
sollen den Herrn lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele,
mit ganzem Sinnen und mit ganzer Kraft und sollen ihre Nächsten
lieben wie sich selbst. Sie sollen den Herrn in ihren Werken
verherrlichen; denn dazu hat er sie in alle Welt gesandt, dass
sie durch Wort und Werk seiner Stimme Zeugnis geben und alle
wissen lassen, dass niemand allmächtig ist außer ihm. (Regel
29)
Und sie sollen besorgt
sein, alles, was erübrigt wird, an die Armen zu geben. (Regel
9)
Sie dürfen keine
Machtstellung oder ein Herrscheramt innehaben, vor allem nicht
untereinander. Durch die Liebe des Geistes mögen sie einander
freiwillig dienen und gehorchen. Und das ist der wahre und
heilige Gehorsam unseres Herrn Jesus Christus. (Regel 25)
Wir können unsere
Berufung nur im Glauben erkennen und in Liebe annehmen. Durch
ein Leben in Keuschheit, Armut und Gehorsam werden wir frei für
unseren Auftrag in Kirche und Welt und ein Zeichen der Hoffnung
für die Menschen. (Konst. 8)
Wir lieben die Schöpfung
und wissen uns für sie verantwortlich. Sie ist uns Sinnbild des
Himmelreiches, auf das unser Streben und Hoffen gerichtet ist.
(Konst. 19)
Unser Leben ist somit der
Versuch, etwas von jener Torheit der Liebe sichtbar zu machen,
die Christus den Tod am Kreuz, der Menschheit jedoch die
Erlösung gebracht hat. (Konst. 7)