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Auf den Ruf Jesu Antwort zu geben mit der ganzen
Existenz führt uns auf den Weg der evangelischen Räte
der Armut, der Jungfräulichkeit und des Gehorsams.
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Armut
im Sinn des heiligen Franz von Assisi ist die
Haltung des absoluten Vertrauens in Gott, die offen
macht zu empfangen und zu geben, die uns lernbereit
macht, schöpferisch und beweglich und uns solidarisiert
mit den Armen.
Wir verpflichten uns, diese geistige Haltung immer neu
zu aktualisieren und in unserem Lebensstil zu
verwirklichen:
- durch Einfachheit und Anspruchslosigkeit,
- durch Gütergemeinschaft,
- durch ökologisch und ökonomisch verantwortbare
Wirtschaftsführung,
- vor allem aber durch solidarisches Handeln und
Teilen mit den Armen und Bedürftigen.
Franziskanische Armut, bewusst und mit freudiger
Konsequenz gelebt, macht frei und
menschenfreundlich.
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Gehorsam
gründet in der Haltung des Hörens auf das Geheimnis
Gottes, wie Jesus Christus es uns vorgelebt hat.
Für die Einzelne wie für die Gemeinschaft erfordert
dies ein aktives und kreatives Hören auf die Stimme
Gottes
- im eigenen Herzen,
- im Mitmenschen und
- in den Bedürfnissen der Zeit.
Für die daraus folgenden notwendigen Aufgaben
möchten wir verfügbar sein und so Jesus Christus
folgen, der bis zur letzten Konsequenz ein Hörender und
Gehorsamer war.
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Jungfräulichkeit
bedeutet das wartende Sich-Bereithalten für den
kommenden Herrn und ist ein Zeichen dafür, dass sich
der Mensch nicht aus sich selbst und nicht aus dieser
Welt heraus definiert, sondern durch seine Bestimmung
für die kommende Welt. Wenn wir auf Erfüllung durch die
Liebe eines Partners verzichten, ist dies die
Konsequenz der Entscheidung für das Abenteuer eines
Lebens mit Jesus Christus, der uns Sinn und tiefste
Erfüllung sein kann.
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| Auf diesem Weg
zu bleiben und immer wieder neu aufzubrechen, dazu helfen
uns die Gelübde, die wir erst auf zwei, dann auf drei
Jahre und schließlich auf Lebenszeit ablegen -
öffentlich, vor der Gemeinschaft und den beauftragten
Vorgesetzten. |