Gott ist Mensch geworden

Der Leid- und Todenthobene steigt hinein in menschliches Sein. Er setzt sich allem aus, was wir im Laufe unseres Erdenlebens erfahren und durchzutragen haben. Auch dem, was wir unbedingt zu vermeiden trachten, zumal es uns Leiden macht: Einsamkeit, Angst, Abschied, Krankheit, Verrat, Scheitern, Sterben. Der in Jesus menschgewordene Gott durchlebt alle Abgründe menschlichen Seins und stirbt hinein in die vermeintliche Verlassenheit. Dieser Jesus, dessen Name bedeutet „Gott rettet”, erfährt die Facetten menschlichen Lebens und Leidens am eigenen Leib, im eigenen Herzen. Ein Gott mit Menschenerfahrung! Gott lehnt also nicht am himmlischen Balkon, um dem irdischen Getümmel kopfschüttelnd aus sicherer Entfernung zuzusehen!
Kirchenzeitung (Diözese Linz) vom 18.12.2025 | Auflage: 23 080
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