Wenn aus Infekten Notfälle werden

Gerade in der kalten Jahreszeit sind (Para-)Influenza-, Adeno-, Rhino-, Entero- und RS-Viren häufige Auslöser für Erkrankungen der Atemwege und Fieberzustände. „Meist verlaufen diese Infekte unkompliziert. In manchen Fällen kann es jedoch zu akuten Komplikationen kommen – zwei der häufigsten sind Fieberkrämpfe und Pseudokrupp“, erklärt Johannes Lehner, Facharzt an der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde am Klinikum Wels-Grieskirchen. Ein Fieberkrampf bei Kindern ist ein Krampfanfall, der durch plötzliches, hohes Fieber ausgelöst wird. „Jeder Infekt oder jedes Ereignis, das rasch hohes Fieber verursacht, kann einen Fieberkrampf auslösen. Durch die schnelle Temperaturerhöhung wird die Krampfschwelle im Gehirn gesenkt – es kommt zu einer unkontrollierten elektrischen Entladung von Nervenzellen, ähnlich einem epileptischen Anfall“, so Lehner. Für Eltern wirkt ein Fieberkrampf dramatisch: Das Kind verliert das Bewusstsein, die Augen rollen, der Körper wird schlaff oder zeigt rhythmische Zuckungen an Armen und Beinen.
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