Kreislaufprobleme: Hitze setzt den Körper unter Dauerstress

Temperaturen deutlich über 30 Grad setzen den Körper unter Dauerstress. Um Wärme abzugeben und sich damit zu kühlen, erweitert der Organismus die Blutgefäße. Dadurch sinkt der Blutdruck, gleichzeitig muss das Herz schneller arbeiten, um den Kreislauf aufrechtzuerhalten. „Bei empfindlichen Personen oder bei zu geringer Flüssigkeitsaufnahme kann dies zu Schwindel, Müdigkeit oder im Extremfall zu einem Kreislaufkollaps führen“, sagt Kardiologe Thomas Weber vom Klinikum Wels-Grieskirchen. Warnzeichen seien unter anderem Benommenheit, Herzrasen, Kurzatmigkeit, ausgeprägte Erschöpfung oder ein ungewöhnlich niedriger Blutdruck. Ein wesentliches Risiko bei Hitze sei Flüssigkeitsmangel. Durch starkes Schwitzen verliere der Körper Wasser und wichtige Elektrolyte. Vor allem ältere Menschen verspürten häufig zu wenig Durst und tränken deshalb zu wenig. Der Kardiologe empfiehlt regelmäßig Wasser oder ungesüßte Getränke.
OÖ Nachrichten vom 27.06.2026 | Auflage: 101 000
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