Mythencheck

Krebs ist ein Todesurteil. In den Wechseljahren nimmt man automatisch zu. Resilienz hat man oder hat man nicht. Wer gesund lebt, wird nicht krank. Und wer trotzdem krank wird, hat irgendetwas falsch gemacht. Sätze wie diese kursieren seit Jahrzehnten – in unseren Köpfen, im Internet, in Arztpraxen. Was ist dran? Krebs ist allgegenwärtig. Aber sind die Bilder, die wir über diese Krankheit im Kopfhaben, tatsächlich real? Dr. Sonja Heibl gibt Antwort auf diverse Fragen zum Thema. Sie leitet die Abteilung Innere Medizin IV am Klinikum Wels-Grieskirchen und ist stellvertretende ärztliche Leiterin des Tumorzentrums Oberösterreich. Sie gibt an: „Ja, Krebs ist noch immer die zweithäufigste Todesursache. Das stimmt. Aber was Krebs für viele Menschen in den letzten zwei Jahrzehnten geworden ist, hat wenig zu tun mit dem, was in unseren Köpfen abläuft, wenn wir das Wort hören: gut behandelbar. Die Diagnostik ist besser. Die Therapien sind zielgerichteter. Bei vielen Erkrankungen sind die Heilungschancen hoch — vorausgesetzt, man erkennt sie früh genug.“
Die Macher vom 29.06.2026 | Auflage: 40 000
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