Spätfolgen von Infektionen: Ambulanz in Wels geplant

Eine Anlaufstelle für Patienten mit postakuten Infektionssyndromen (PAIS) und der Multisystemerkrankung ME/ CFS soll in Wels entstehen. Das Projekt hat Pioniercharakter: Ein bundesweit einheitliches Versorgungskonzept für diese chronischen Erkrankungen fehlt bisher. In Oberösterreich wird aktuell ein Konzept erarbeitet, als Vorbilder dienen Tirol und die Steiermark. Entstehen soll die Ambulanz im Klinikum Wels. Ziel ist, damit eine Versorgungslücke zu schließen. Der Betrieb soll kommendes Jahr starten. Schätzungen gehen davon aus, dass in Oberösterreich rund 80.000 Personen von postakuten Infektionssyndromen betroffen sind, rund 12.300 davon leiden an ME/CFS. Umgesetzt werden soll ein integratives Versorgungsmodell. Die Idee dahinter ist, dass verschiedene Gesundheitsdienstleister und Versorgungsbereiche im und außerhalb des Spitalsbereichs zusammenarbeiten.
OÖ Nachrichten vom 08.07.2026 | Auflage: 160 000
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