Koronar-CT: Blick ins Herz ohne Katheter

Die koronare Herzkrankheit (KHK) zählt weltweit zu den häufigsten Todesursachen. Lange galt die invasive Herzkatheteruntersuchung als Goldstandard zur Abklärung verengter Herzkranzgefäße. Heute hat sich die Computertomographie zur Abklärung der Koronargefäße (Koronar-CT) als leistungsstarke, nicht-invasive Alternative etabliert. Dank hochmoderner CT-Geräte (Dual-Source- und Photon-Counting-CT-Scanner) lässt sich die Strahlendosis heute drastisch senken, während die Bildschärfe steigt. Selbst Patienten mit unregelmäßigem Herzschlag oder höherer Herzfrequenz können mittlerweile deutlich zuverlässiger untersucht werden. Künstliche Intelligenz wird die Befundung weiter beschleunigen: Algorithmen erkennen Wandablagerungen (so genannte Plaques) automatisch, beurteilen das Risiko und unterstützen Radiologen bei der Diagnose.
Tiroler Tageszeitung Magazin vom 30.08.2026 | Auflage: 68 552
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