In mehreren Veranstaltungen verabschiedete sich die Florentini-Schule in Gemünden im Namen der Kreuzschwestern.
Ein großes Abschiedsfest gab es am 28. Juli mit über 1500 ehemaligen und derzeitigen Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Eltern und Großeltern, Schwestern und Freunden – eine gelungene Möglichkeit für alle, um Erinnerungen auszutauschen und sich von ihrer Schule zu verabschieden.
Die Freude überwog und die Atmosphäre war von beiden Gefühlen erfüllt – Wehmut und Trauer, Glück und Wiedersehensfreude nach vielen Jahren. Ein letzter Wortgottesdienst im Freien zum Beginn der großen Abschiedsparty, musikalisch gestaltet von Claudia und Klaus Simon, ließ spüren, welche Werte den Kreuzschwestern wichtig waren seit Beginn des Schulzentrums mit Gymnasium, Realschule und Fachakademie für Sozialpädagogik am Klosterberg: Gemeinschaft, Zusammenhalt und das Leben der christlichen Werte, wie auch die Wissensvermittlung, die die Schülerinnen und Schüler vorbereitete auf das Berufsleben. „Das Gramm Gold in jedem Menschen zu entdecken“, ein Ausspruch der Gründerin Mutter Maria Theresia Scherer, prägte das Miteinander in der Sorge um die Kinder und Jugendlichen. Die Band „Overdrive“ sorgte für Stimmung bis in die späten Abendstunden. Louisa Kubik, stellvertretende Schulleiterin, beendete in der eingebrochenen Dunkelheit mit einer exzellenten „Feuershow“ das großartige letzte Schulfest am einstigen Mädchenbildungswerk und der jetzigen Florentinischule.
Sr. Petra Car, Provinzoberin der Kreuzschwestern verabschiedete einige Tage zuvor den Förderverein Netzwerk e.V. mit über 700 Mitgliedern und bedankte sich bei den drei Vorsitzenden der vergangenen Jahre – Astrid Kortenbruck, Heidi Kirsch und Tina Kirsch – für die hervorragende Unterstützung über viele Jahre, die Begleitung und Finanzierung vieler Projekte und die Organisation der alljährlichen Jubiläumsklassentreffen und den Einsatz bei Schulfesten.
Bei einem Abschiedstreffen mit den letzten 21 Lehrkräften würdigte Sr. Petra Car im Namen aller Kreuzschwestern das Engagement aller Lehrerinnen und Lehrer und den Schulleitungen der vergangenen Jahre.
Sr. Hildburg Baumgartner (1990-2009), Robert Wolz (2009-2020) und Carsten Klafke (2020-2026) waren die Schulleitung nach der verstorbenen Sr. Illuminata Hart, die nach dem Krieg und der Vertreibung der Schwestern aus Eger/Böhmen das Gymnasium zunächst in Werneck und 1958 in Gemünden eröffnet hat.
Der offizielle Amtswechsel zwischen Schwester Hildburg Baumgartner und Robert Wolz am damaligen Mädchenbildungswerk (MBW) Gemünden fand im Februar 2009 statt. Er markierte einen historischen Wendepunkt, da erstmals die operative Leitung der traditionsreichen Ordensschule von einer Ordensschwester in weltliche Hände übergeben wurde.
Die Ära Robert Wolz (2009–2020)
Robert Wolz prägte die Schule über elf Jahre lang bis zu seinem Ruhestand im September 2020. Zwei Meilensteine stechen aus seiner Amtszeit besonders hervor: [1, 2]
· Öffnung für Jungen: Unter seiner Führung öffnete sich das reine Mädchenbildungswerk auch für männliche Schüler.
· Namensänderung: Im Jahr 2016 wurde die Schule unter seiner Leitung offiziell in Theodosius-Florentini-Schule umbenannt, benannt nach dem Ordensgründer der Kreuzschwestern. [1, 2, 3]
Im September 2020 übergab Robert Wolz das „Steuerrad“ schließlich an seinen langjährigen Stellvertreter Carsten Klafke, welcher die Schule bis zu ihrer Schließung im Juli 2026 leitete. [1]
Nach der Verabschiedung der Realschulabsolventen am 24. Juli mit der Übergabe der Reifezeugnisse im Festsaal des Klosters fand noch am letzten Schultag, am 31. Juli, der letzte Schulgottesdienst statt, an dem auch alle Schwestern des Klosters teilgenommen haben.
Das Leben am Kreuzkloster geht weiter. Die sozialpädagogischen Einrichtungen, Kindergarten, die Tagespflege und vieles mehr entwickelt sich weiter und im September ziehen die Montessorischule und das Staatsinstitut für Fachlehrerausbildung in die Schule ein und die Kreuzschwestern errichten eine Bildungswerkstatt ein, die Kinder und Jugendliche mit Nachhilfe und erlebnispädagogischen Angeboten fachlich, sozial und persönlich fördern. Ein Blick auf die Homepage lohnt sich: www.kreuzschwestern.de
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Die Kreuzschwestern sagen DANKE für das Vergangene und sind offen für neue Wege ganz im Sinne ihres Gründers P. Theodosius:
„Was Bedürfnis der Zeit ist, das ist Gottes Wille.“
„Im Notwendigen die Einheit, im Zweifel die Freiheit, in allem die Liebe.“
Sr. Petra Car
Provinzoberin








