Ja
“Ich weiß nicht, wer oder was die Frage stellte;
ich weiß nicht, wann sie gestellt wurde.
Aber einmal antwortete ich Ja
zu jemandem oder zu etwas.
Von dieser Stunde rührt die Gewissheit,
dass mein Dasein sinnvoll ist und darum mein Leben
– in Unterwerfung – ein Ziel hat.
Seit dieser Stunde habe ich gewusst, was es heißt,
nicht hinter sich zu schauen,
nicht für den anderen Tag zu sorgen.”
Dag Hammerskjöld, Zeichen am Weg, München 1965, 70
Impuls
Oktober
Der Hände und der Herzen Werke
Stricken, stricken, stricken und häkeln, häkeln, häkeln — vierzig Frauen an verschiedenen Orten in ganz Österreich schufen fingerfertig ein Gesamtkunstwerk. Auf diese Weise wurden 67 kuschelige Wolldecken im ukrainischen Kriegsgebiet verteilt. So manche Strick- und Häkelrunde hat gute Gedanken und ebenso viele herzerwärmende Lacher hineingewoben. Das schwere Leid in den Kriegsgebieten geht den Frauen nahe. Um die Ohnmacht gegenüber der sinnlosen Gewalt zu überwinden, haben sie Stricknadeln und Wolle zur Hand genommen. Die christliche Gemeinde Kössen hat den Transport der Decken von Salzburg-Gnigl nach Hochrum übernommen. Sr. Johanna Neururer der Kreuzschwestern im Sanatorium Hochrum, Tirol, hat ihre Kontakte zu Schwester Olexia in Lemberg hergestellt und in mühsamer Kleinarbeit mehrere Transporte in die Ukraine organisiert. In Lemberg wurden die Decken von der Kongregation der Schwestern vom HL Josef übernommen.
Rupertusblatt vom 30.07.2023 | Auflage: 9 647
Suchbegriff: Kreuzschwestern