Drei Pionierinnen aus Uganda zu Gast bei den Gemündener Kreuzschwestern

Seit wenigen Tagen sind die drei Nonnen aus Uganda in Deutschland: Hebamme Clare Susan Sirengo, Laborantin Mary Sylvia Kanoel und Lehrerin Teddy Nakayange aus Kikyusa lernen im Kloster der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Kreuz in Gemünden zunächst einmal Deutsch.
Seit mehr als 20 Jahren betreiben die Kreuzschwestern in Kiziba, Kikyusa und Osia im ostafrikanischen Uganda Schulen und Gesundheitszentren. Schulbildung und medizinische Grundversorgung sollen Wege aus der Armut und zu einem selbstbestimmten Leben eröffnen. In der Bevölkerung genießen die Schwestern hohe Wertschätzung.
Unterstützt werden sie seit 13 Jahren aus Gemünden durch das Uganda-Projekt, das mehrere Lehrerinnen der Florentini-Schule ins Leben gerufen haben. Die pensionierte Lehrerin Anni Wolz prägte das Projekt mit. Die Schule ist inzwischen geschlossen, doch das Uganda-Projekt geht weiter. Es ist Teil eines Pilotprojekts der Provinz Europa Mitte der Kreuzschwestern.
Die drei Uganderinnen sollen mindestens fünf Jahre in Deutschland bleiben, sich weiterbilden und auch in Einrichtungen der Kreuzschwestern mitarbeiten. Die Frauen wohnen im Kloster und werden täglich fünf Stunden unterrichtet. Die Kosten übernimmt der Orden. In der übrigen Zeit heißt es nachbereiten und pauken. “Es ist schon gut, dass sie zu dritt sind, so kommt nicht so viel Heimweh auf”, sagt Wolz.
Uganda gehört zu den ärmeren Ländern der Welt. Viele Eltern können das Schulgeld für ihre Kinder nicht aufbringen, verwaiste oder halbwaise Kinder sind keine Seltenheit. Deshalb halten die Kreuzschwestern auch nach dem Ende der Florentini-Schule an der Ugandahilfe fest. Aus zunächst zehn sind inzwischen 114 Patenschaften geworden. Mit 250 Euro werden Schuluniform, Alltagskleidung, Sportdress, Unterrichtsmaterialien sowie das Schulgeld für die Ganztagsbetreuung einschließlich drei Mahlzeiten täglich finanziert.