Warum unser Gehirn vergessen muss

Die Neurobiologin Hannah Monyer vom Universitätsklinikum Heidelberg hat beim Kongress der Ordensspitäler in Linz erklärt, warum Vergessen für das Gehirn wichtig ist. Im ORF-Interview sagte sie, das Gehirn müsse Unwichtiges aussortieren können. Gleichzeitig sprach sie über Demenz, das Altern und die Möglichkeiten, geistig fit zu bleiben. Dass Menschen Dinge vergessen, werde oft zu negativ gesehen. Dabei sei Vergessen ein wichtiger Teil der Gehirnfunktion. „Es kann krankhaft sein, wenn man nicht vergessen kann“, sagte die Neurobiologin. Gerade belastende Erlebnisse müssten verarbeitet werden können. „Negative Erlebnisse müssen irgendwann überwunden werden. Dabei hilft das Vergessen.“ Von normaler Vergesslichkeit müsse jedoch Demenz unterschieden werden. Dabei komme es zu einem deutlichen Verlust geistiger Fähigkeiten.
ORF Oberösterreich Online vom 21.10.2026 | Unique Clients: 2 099 000
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